Archive for the 'Sprache' Category

Project: 24d/24p gestartet

Motiviert durch Thomas M. aus unserem OMICRON PhotoClub habe ich das Projekt 24d/24p gestartet.

24 Tage sind es bis Weihnachten. An jedem dieser Tage werde ich ein Photo machen – zu welchem Thema weiss ich noch nicht – ich werde mich einfach selbst überraschen.

Die Challenge ist es wirklich 24 Tage lang durchzuhalten …

Die Ergebnisse könnt ihr hoffentlich bald hier bewundern: Project 24d/24p

Verkehrsausbildung für Kindergartenkinder

Lange Jahre führte die Stadtpolizei Dornbirn die Kinderverkehrserziehung mit einfachen Holzampeln durch. Die Bedienung dieser Ampeln benötigte zwei Polizisten, wodurch eine direkte Betreuung der Kinder erschwert wurde. Als nun mein Rettungskamerad und Stadtpolizist Hanspeter Schwendinger die Idee hatte eine elektronische Ampel zu entwickeln sagte ich sofort zu.

Die fertige AmpelAllerdings mit der Einschränkung, dass ich nur die Steuerplatine der Ampel entwickle und alle weiteren Arbeiten wie Gehäuse, Einbau und Verkabelung von anderen Firmen übernommen werden.

Die Materialkosten für die Platine, die Bauteile und sonstiges Kleinmaterial wurde dankenswerterweise von meiner Firma OMICRON Lab übernommen.

Alles weitere zu diesem Projekt erfahrt ihr auf der Seite: Project: RYG10

 

Die Ampel im Betrieb

Eindrücke aus Taipei, Taiwan

Obwohl ich schon über zehn mal in Taiwan war habe ich auch diesmal wieder viel neues über das Land und die Menschen erfahren. Ein Beispiel: Ein guter taiwanischer Freund erzählte mir, dass seine Tochter sich nächste Woche verlobt und in ein paar Monaten heiraten wird. Als ich dann die beiden Brautleute bei einem Abendessen traf zeigten Sie mir stolz Ihre Hochzeitfotos. Da die Hochzeit ja erst Anstand war ich sehr verwirrt. Es wurde mir dann aber erklärt, dass es in Taiwan zumindest in gehobenen Kreisen üblich ist die Hochzeitsfotos bereits vor der Hochzeit aufzunehmen.

Da ich diesmal berufsbedingt viel unterwegs war, wurde mir klar um wie viel höher der Taipei 101 Tower als alle übrigen Gebäude in der Stadt ist. Aus der Ferne betrachtet, sieht man nur diesen Turm der das ganze Stadtbild dominiert.

Immer noch begeistert bin ich von der Metro von den Einheimischen MRT genannt. Die U-bahn ist nämlich fahrerlos und verkehrt perfekt und ohne Probleme. In den MRT Stationen ist an alles gedacht und während bei uns die Wickel- und Stillräume verschämt mit einem Fläschchen gekennzeichnet sind steht man in Taiwan noch zur guten alten Muttermilch und nennt diese Räume “Breast Feeding Rooms”.

Auf den Elektronikmesse, die der Grund für meinen Besuch war kamen wir auch nicht ganz an der Comic und Zeichentrickliebe der Asiaten vorbei. So marschierte plötzlich ein riesengroßes Mangaviech begleitet von zwei Showgirls in pink durch die Halle.

Ten-Ten Day – heuer Tripple Ten day (10-10-2010)

Heute ist in Taiwan “10-10 day” der Nationale Feiertag am 10. Oktober der an die Gründung von Taiwan erinnert. Heuer wurde das 99 jährige Bestehen Taiwans gefeiert. Allerdings haben die Menschen hier gemischte Gefühle zu diesem Tag. Als ich den Tag als Taiwanesischen Independance Day bezeichnete bekam ich folgende Antworten von unterschiedlichen Personen. Antwort 1: “Wieso Unabhängikeitstag wir sind noch gar nicht unabhängig” und Antwort 2: “Das ist kein Unabhängigkeitstag, denn Taiwan und China sind ein Land wir haben nur unterschiedliche Regierungen”. Wenn man dann noch bedenkt, dass ein chinesisches Basketball Team von einem Wettkampf in Taiwan zurück getreten ist, weil die Zuschauer die Taiwanesische Flagge verwendeten um das Taiwanesische Team anzufeuern (Quelle: Taipei Times 10.10.10), dann versteht man warum keine rechte Feierstimmung aufkommt. Ich nutzte den heutigen freien Tag um das Miramar Center in der Jiannan Road zu besuchen. Auf dem Weg dorthin sah ich einen ziemlich cool gestalten Kanaldeckel (siehe Bild). Im Center selbst fand ich den absolut coolsten Spielautomat, den ich bisher hier gesehen habe – einen Trommeltrainer. Das Ding macht einen Höllenlärm und die Kids haben viel Spaß damit. Ich hatte Glück in einer Trommelpause so ein Ding in ruhe fotografieren zu können.

Harte Jobs und Höllengeld

Jeden Tag lerne ich hier in Taiwan etwas Neues. Zum einen kam ich gestern an einer Kreuzung vorbei, und da fiel mir ein Mann mit einem Schild auf. “Okay”, dachte ich mir, “der steht sicher wegen eines Events hier herum”. Aber nach dem ich den Mann heute wieder an der gleichen Stelle sah, mit Aktentasche und Schild ausgestattet, muss ich davon ausgehen, dass er hier einem regelmäßigen Job nachgeht, und bei dem Verkehr ist das ein verdammt harter Job. Am Abend sah ich dann noch ein paar mehr von diesen Schilderträgern auf dem Shinlin Night Market. Übrigens ist heute in Taiwan ein besonderer Tag. Überall auf den Straßen wurden in kleinen Blechtonnen Papierscheine verbrannt. Dabei handelte es sich um sogenanntes “Hell Money”, also “Höllengeld”, welches für die Vorfahren in der Unterwelt bestimmt ist. Überall auf den Straßen konnte man heute diese Blechtonnen sehen.