Das Kreuz mit dem Kreuz

Quelle: de.wikipedia.org - GNU License

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Soll es nach dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen, dann verschwinden bald die Kreuze und Kruzifixe aus unseren Klassenzimmern. Wir geben ein weiteres Zeichen unserer Identität auf um anderen Menschen nicht “weh” zu tun.

Wenn ich die Situation richtig verstanden habe, möchte eine Finnin Ihre Kinder laizistisch erziehen und verhindern, dass sie im öffentlichen Raum religiösen Symbolen ausgesetzt sind. Und da hat sie das Kruzifix im Klassenzimmer Ihrer Sprösslinge gestört.

Nun, wenn dieses Beispiel Schule macht, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis alle unsere Gipfelkreuze, Wegkreuze, Marterln und Kreuze auf den Kirchturmspitzen entfernt werden müssen. Denn all diese Kreuze sind ja auch religiöse Symbole und befinden sich im öffentlichen Raum.

Also mir persönlich fehlt das Verständnis für solche Aktionen, ein Kreuz an der Wand tut niemandem weh. Ein Gipfelkreuz oder Wegkreuz gehört zu unserer alpinen Kultur. Ich empfinde es als starken Eingriff in unser Kulturleben wenn Kreuze in der Öffentlichkeit verboten werden.

Wir können stolz sein auf die Religionsfreiheit in Österreich. Religionsfreiheit heißt für mich auch das es Kreuze auf öffentlichen Plätzen geben darf. Religionsfreiheit bedeutet, dass es auch andere nicht christliche religiöse Symbole in der Öffentlichkeit geben darf. Wenn mich ein Symbol stört muss ich ja nicht hinschauen.

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2 Responses to Das Kreuz mit dem Kreuz

  1. Wo enden wir, wenn wir alles verbannen und verbieten, was irgendjemanden als diskriminierend und anstößig interpretieren könnte?

    Es kann nicht sein, dass Rücksicht auf Mitmenschen und deren Traditionen heute bedeutet, auf eigene Traditionen zu verzichten. Solange Traditionen und deren Symbole nicht von sich aus diskriminierend ausgelegt sind, sollten diese – für manche Mitmenschen sehr bedeutsamen Dinge – aufrecht erhalten bleiben.
    Akzeptanz und Toleranz sollten wieder dafür stehen, dass Mitmenschen und deren Traditionen respektiert werden!

  2. jürgen schäfer says:

    im aktuellen publik-form (4/2010, seite 8 ) wird berichtet, dass eine angestellte von british airways mit ihrer forderung während der arbeit ein kreuz tragen zu dürfen, vor einem berufungsgericht gescheitert ist. die richter schlossen sich einem früheren urteil an, das in dem verbot durch den arbeitgeber keine religiöse diskriminierung erkannte. sie geht nun vor den obersten gerichtshof des landes.

    ich persönlich bin der meinung, dass das kreuz das symbol schlechthin des christentums ist. ich sage jetzt nichts über die bedeutung und die aussage dieses symbols. wenn ich bisweilen so manches goldene kreuz an einem halsketterl im schwimmbad eher lächerlich finde, so ist es doch für mich selbstverständlich, dass menschen ihre religiösen und sonstigen symbole zeigen dürfen. was wäre das für eine gesellschaft, in der dies verboten wäre? in öffentlichen räumen wie klassenzimmern etc. ist die lage aber eine andere. der neutrale staat müsste dann allen symbolen raum geben. in diesem fall bin ich dafür, öffentliche räume von religiösen symbolen freizuhalten.

    herzlichen glückwunsch für die tolle homepage, und liebe grüße,
    jürgen schäfer

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