Harte Jobs und Höllengeld

Jeden Tag lerne ich hier in Taiwan etwas Neues. Zum einen kam ich gestern an einer Kreuzung vorbei, und da fiel mir ein Mann mit einem Schild auf. “Okay”, dachte ich mir, “der steht sicher wegen eines Events hier herum”. Aber nach dem ich den Mann heute wieder an der gleichen Stelle sah, mit Aktentasche und Schild ausgestattet, muss ich davon ausgehen, dass er hier einem regelmäßigen Job nachgeht, und bei dem Verkehr ist das ein verdammt harter Job. Am Abend sah ich dann noch ein paar mehr von diesen Schilderträgern auf dem Shinlin Night Market. Übrigens ist heute in Taiwan ein besonderer Tag. Überall auf den Straßen wurden in kleinen Blechtonnen Papierscheine verbrannt. Dabei handelte es sich um sogenanntes “Hell Money”, also “Höllengeld”, welches für die Vorfahren in der Unterwelt bestimmt ist. Überall auf den Straßen konnte man heute diese Blechtonnen sehen.

Rasende Rolltreppen und Helmpflicht in Taiwan

Heute haben wir den Messestand auf der Taitronics in Taipei besichtigt. Und da die Jungs in Taiwan sehr auf Sicherheit bedacht sind haben wir auch Bauhelme aufsetzen müssen obwohl eigentlich von oben nur die Decke auf uns herunter hätte fallen können. Besonders cool sind auch die Warnschilder für Baustellen hier sind wohl ein paar Comiczeichner am Werk gewesen.
Auch die Rolltreppen bergen unzählige Gefahren in Taiwan. Besonders cool ist der Geschwindigkeitshinweis auf den Treppen: “Diese Rolltreppe bewegt sich schnell – ca. 30-39 m pro Minute(!) – älteren, gebrechliche oder behinderte Menschen sollen die Aufzüge oder Stiegen benutzen.”

39m/Minute das entspricht immerhin einer Geschwindigkeit von satten 2,3 km/h da ist natürlich klar, dass man hier aufpassen muss. So liegt es nahe, dass im selben Atemzug auch vor dem Tragen von Schuhen mit Gummisohlen, welche sich in der Rolltreppe verfangen könnten gewarnt wird. Auch das Tragen von langen Röcken auf Rolltreppen kann gefährlich sein.

Frauenparkplätze waren gestern …

In Taiwan hat sich in den letzten paar Jahren einiges getan. Auch zum Thema Frauenschutz. Während bei uns erst zaghaft in den Tiefgaragen extra beleuchtete, extra breite  Frauenparkplätze entstehen gibt es hier sogar eigene Wartezonen für Frauen in den U-Bahn Stationen (siehe Bild). Auch was das Rauchen betrifft hat sich einiges geändert. Schloteten vor 5 Jahren noch alle munter immer und überall vor sich hin ist das Rauchen nun in allen Gebäuden mit Ausnahme von privaten Wohnungen verboten.

 

Nach 5 Jahren endlich wieder in Asien

Hong Kong AirportZwischen 1998 und 2005 was ich mehrmals im Jahr in Asien. Doch aufgrund des Jobwechsels zu OMICRON Lab musste ich plötzlich viel weniger reisen. Doch nun ergab sich aufgrund einer Messe in Taipei und einer Vertriebspartnerschulung in Japan wieder einmal die Chance für eine größere Reise. Einiges hat sich in den letzten 5 Jahren geändert Das beginnt schon beim Flug. Früher gab es beim Inflight Entertainment nur 8 Musikkanäle und die Filme fingen zu bestimmten Zeiten an. Heute kann man aus 20 Filme auswählen und den Film starten und stoppen wann man will. Auch die Sitzabstände bei Swiss sind recht erträglich – so macht das fliegen auch in der Economy Spaß. Am Hong Kong Airport gibt es immer noch die seit der Vogelgrippe eingeführten Wärmebildkameras. Am Airport machte ich mich so langsam mit der Asiatischen Küche vertraut. Stir Fried Noodles with Beef in Black Bean Sauce und dazu ein lokales Isostar “Pocari Sweat”. Ich habe zuerst Pocari Sweet glesen – aber gotseidank schmeckt das Getränk nach Isostar und nicht nach Sweat (Schweiß).  Für die des chinesischen unkundigen Touristen gibt es natürlich die allgegenwärtigen Wachsattrappen des Essens als Ausstellungsstück – Teilweise schaut das Wachs sogar recht appetitlich aus. Nun geht es weiter nach Taipei.

260 PS und kein bisschen laut

Heute durfte ich einen sehr guten Freund, der bei der Firma Brusa arbeitet auf einer Fahrt mit dem Spyder Prototyp begleiten. Brusa hat diesen Prototyp zusammen mit dem NTB im Rahmen einer Diplomarbeit gebaut. Bei strahlend schönem Wetter machten wir eine tolle Runde durch das Schweizer Rheintal. Flüsterleise schoss der Spyder mühelos die Bergstraßen hoch. Durch das extrem straffe Fahrwerk liegt der Wagen wie ein Brett auf der Straße. Die Daten des Fahrzeuges sind beeindruckend:

Leistung:  200kW (ca. 260 PS)
Antrieb: 2 Elektromotoren (einer für jedes Hinterrad)
von 0 auf 100 km/h in < 5 Sekunden

Mehr zu dem Fahrzeug könnt ihr auf der Brusa Homepage erfahren.

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