Ten-Ten Day – heuer Tripple Ten day (10-10-2010)

Heute ist in Taiwan “10-10 day” der Nationale Feiertag am 10. Oktober der an die Gründung von Taiwan erinnert. Heuer wurde das 99 jährige Bestehen Taiwans gefeiert. Allerdings haben die Menschen hier gemischte Gefühle zu diesem Tag. Als ich den Tag als Taiwanesischen Independance Day bezeichnete bekam ich folgende Antworten von unterschiedlichen Personen. Antwort 1: “Wieso Unabhängikeitstag wir sind noch gar nicht unabhängig” und Antwort 2: “Das ist kein Unabhängigkeitstag, denn Taiwan und China sind ein Land wir haben nur unterschiedliche Regierungen”. Wenn man dann noch bedenkt, dass ein chinesisches Basketball Team von einem Wettkampf in Taiwan zurück getreten ist, weil die Zuschauer die Taiwanesische Flagge verwendeten um das Taiwanesische Team anzufeuern (Quelle: Taipei Times 10.10.10), dann versteht man warum keine rechte Feierstimmung aufkommt. Ich nutzte den heutigen freien Tag um das Miramar Center in der Jiannan Road zu besuchen. Auf dem Weg dorthin sah ich einen ziemlich cool gestalten Kanaldeckel (siehe Bild). Im Center selbst fand ich den absolut coolsten Spielautomat, den ich bisher hier gesehen habe – einen Trommeltrainer. Das Ding macht einen Höllenlärm und die Kids haben viel Spaß damit. Ich hatte Glück in einer Trommelpause so ein Ding in ruhe fotografieren zu können.

Harte Jobs und Höllengeld

Jeden Tag lerne ich hier in Taiwan etwas Neues. Zum einen kam ich gestern an einer Kreuzung vorbei, und da fiel mir ein Mann mit einem Schild auf. “Okay”, dachte ich mir, “der steht sicher wegen eines Events hier herum”. Aber nach dem ich den Mann heute wieder an der gleichen Stelle sah, mit Aktentasche und Schild ausgestattet, muss ich davon ausgehen, dass er hier einem regelmäßigen Job nachgeht, und bei dem Verkehr ist das ein verdammt harter Job. Am Abend sah ich dann noch ein paar mehr von diesen Schilderträgern auf dem Shinlin Night Market. Übrigens ist heute in Taiwan ein besonderer Tag. Überall auf den Straßen wurden in kleinen Blechtonnen Papierscheine verbrannt. Dabei handelte es sich um sogenanntes “Hell Money”, also “Höllengeld”, welches für die Vorfahren in der Unterwelt bestimmt ist. Überall auf den Straßen konnte man heute diese Blechtonnen sehen.

Rasende Rolltreppen und Helmpflicht in Taiwan

Heute haben wir den Messestand auf der Taitronics in Taipei besichtigt. Und da die Jungs in Taiwan sehr auf Sicherheit bedacht sind haben wir auch Bauhelme aufsetzen müssen obwohl eigentlich von oben nur die Decke auf uns herunter hätte fallen können. Besonders cool sind auch die Warnschilder für Baustellen hier sind wohl ein paar Comiczeichner am Werk gewesen.
Auch die Rolltreppen bergen unzählige Gefahren in Taiwan. Besonders cool ist der Geschwindigkeitshinweis auf den Treppen: “Diese Rolltreppe bewegt sich schnell – ca. 30-39 m pro Minute(!) – älteren, gebrechliche oder behinderte Menschen sollen die Aufzüge oder Stiegen benutzen.”

39m/Minute das entspricht immerhin einer Geschwindigkeit von satten 2,3 km/h da ist natürlich klar, dass man hier aufpassen muss. So liegt es nahe, dass im selben Atemzug auch vor dem Tragen von Schuhen mit Gummisohlen, welche sich in der Rolltreppe verfangen könnten gewarnt wird. Auch das Tragen von langen Röcken auf Rolltreppen kann gefährlich sein.

Frauenparkplätze waren gestern …

In Taiwan hat sich in den letzten paar Jahren einiges getan. Auch zum Thema Frauenschutz. Während bei uns erst zaghaft in den Tiefgaragen extra beleuchtete, extra breite  Frauenparkplätze entstehen gibt es hier sogar eigene Wartezonen für Frauen in den U-Bahn Stationen (siehe Bild). Auch was das Rauchen betrifft hat sich einiges geändert. Schloteten vor 5 Jahren noch alle munter immer und überall vor sich hin ist das Rauchen nun in allen Gebäuden mit Ausnahme von privaten Wohnungen verboten.

 

Nach 5 Jahren endlich wieder in Asien

Hong Kong AirportZwischen 1998 und 2005 was ich mehrmals im Jahr in Asien. Doch aufgrund des Jobwechsels zu OMICRON Lab musste ich plötzlich viel weniger reisen. Doch nun ergab sich aufgrund einer Messe in Taipei und einer Vertriebspartnerschulung in Japan wieder einmal die Chance für eine größere Reise. Einiges hat sich in den letzten 5 Jahren geändert Das beginnt schon beim Flug. Früher gab es beim Inflight Entertainment nur 8 Musikkanäle und die Filme fingen zu bestimmten Zeiten an. Heute kann man aus 20 Filme auswählen und den Film starten und stoppen wann man will. Auch die Sitzabstände bei Swiss sind recht erträglich – so macht das fliegen auch in der Economy Spaß. Am Hong Kong Airport gibt es immer noch die seit der Vogelgrippe eingeführten Wärmebildkameras. Am Airport machte ich mich so langsam mit der Asiatischen Küche vertraut. Stir Fried Noodles with Beef in Black Bean Sauce und dazu ein lokales Isostar “Pocari Sweat”. Ich habe zuerst Pocari Sweet glesen – aber gotseidank schmeckt das Getränk nach Isostar und nicht nach Sweat (Schweiß).  Für die des chinesischen unkundigen Touristen gibt es natürlich die allgegenwärtigen Wachsattrappen des Essens als Ausstellungsstück – Teilweise schaut das Wachs sogar recht appetitlich aus. Nun geht es weiter nach Taipei.